Unser Leitbild
Die Kirchbergwerkstatt ist eine gemeinnützige Einrichtung für Arbeit und Qualifizierung unter
der Trägerschaft des Pfälzischen Vereins für soziale Rechtspflege Zweibrücken e.V. Der Verein
fördert mit Schwerpunkt im Bereich des Landgerichts Zweibrücken die Eingliederung straffällig
gewordener Menschen und betreibt gleichzeitig Kriminalitätsprophylaxe, indem er versucht
dazu beizutragen und Verhältnisse zu schaffen, in denen die Entstehung von Kriminalität
verhindert oder die Folgen von Kriminalität ausgeglichen werden.
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil des satzungsgemäßen
Maßnahmenkatalogs zur Verwirklichung des Vereinszwecks, da durch sie die berufliche und
gesellschaftliche Wiedereingliederung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefördert wird.
Durch die gleichzeitige Stärkung der Persönlichkeit und des sozialen Wertebewußtseins sollen
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung befähigt
werden.
Der Verein ist Mitglied im Pfälzischen Verband für soziale Rechtspflege e.V. und im Deutschen
paritätischen Wohlfahrtsverband.
Die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Insbesondere bemühen wir uns, die Integration von Menschen am Rande der Gesellschaft zu fördern bzw. sie davor zu bewahren, ausgeschlossen zu werden. Die Zielgruppen unserer professionellen Anstrengungen sind gekennzeichnet durch folgende soziale Probleme, die einzeln oder kombiniert auftreten: Arbeitslosigkeit, geringe oder fehlende Qualifizierung, Straffälligkeit, Suchtmittelabhängigkeit, Überschuldung, körperliche Einschränkungen oder psychische Beeinträchtigung.
Menschen, die in unserer Einrichtung an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen, sollen mit professioneller sozialarbeiterischer Unterstützung ihre sozialen Probleme bewältigen und eine persönliche Perspektive entwickeln, wie sie sich in das Erwerbsleben integrieren können. Teilnahme am Erwerbsleben sichert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Um den Erfordernissen des Erwerbslebens zu genügen, müssen die persönlichen sozialen Probleme bewältigt werden. Daneben müssen die Menschen fachlich befähigt werden, den Anforderungen des Arbeitsmarkts an das Arbeitsergebnis zu entsprechen. Dazu erwerben die Menschen unter professioneller handwerklicher Anleitung die notwendigen Grundkenntnisse.
Die Persönlichkeitsrechte und die Menschenwürde gebieten es, die Vergangenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu akzeptieren und gemeinsam mit Ihnen eine positive Perspektive zu entwickeln. Dies gilt gleichsam, falls in der Biographie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Aspekte vorhanden sind, die bei Helfenden aufgrund des sozialen Wertegefüges Vorbehalte auslösen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kunden unserer Dienstleistungen und sonstige Kooperationspartnerinnen werden in ihrer Einzigartigkeit angenommen und respektiert. Verlässlichkeit und Ehrlichkeit sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Das Angebot soll in sozialer, ökonomischer und ökologischer Dimension nachhaltig sein. In sozialer Dimension bedeutet dies, dass die Menschen langfristig und auf Dauer in die Lage versetzt werden, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen bzw. gegen die Folgen sozialer Probleme gewappnet zu sein. Dazu bedarf es einer nachhaltigen persönlichen Entwicklung. Die ökonomische Dimension beschreibt die individuelle Entwicklung hin zu einer schuldenfreien Lebensführung und einem schonenden Umgang mit Ressourcen. Gleichzeitig soll durch die Maßnahmen langfristig ein volkswirtschaftlicher Nutzen gefördert werden, der sich neben den Erfolgen durch Menschlichkeit auch in finanziellem Nutzen für die Gesellschaft ausdrückt. Die ökologische Dimension beschreibt den Umgang mit natürlichen Ressourcen. Alle Abteilungen der Einrichtung verzichten weitestgehend auf umweltschädliche Produkte und fördern somit den Erhalt der Umwelt. Gleichzeitig werden durch Angebote der Wiederverwertung ebenfalls ökologische Ressourcen geschont und Belastungen für die Umwelt vermieden.
Wir setzen uns in der Öffentlichkeit für die Belange unserer Zielgruppen ein. Dafür beteiligen wir uns an regionalen und überregionalen Netzwerken, Arbeitsgemeinschaften und Veranstaltungen. Wir sind in verschiedenen Interessenverbänden vertreten und beteiligen uns aktiv am dortigen Informationsaustausch und an den sozialpolitischen Meinungsbildungsprozessen, um so die gesellschaftliche Entwicklung zu fördern und die Lebensumstände unserer Zielgruppen zu verbessern.

